07. Wochenendseminar 2005 vom 18.-20.11.2005 mit 140 Teilnehmer

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Fischland.

Von oben sieht es aus wie ein dicker, hängender Tropfen, Meer und Bodden umgeben es fast gänzlich, und von seiner mit 17 Meter höchsten Düne überschaut man es: Malerisches Wustrow mit Strand und Fischen an Land. Dort liegt die „Ostseekurklinik Fischland“ zur Rehabilitation bei Mukoviszidose und anderen Lungenkrankheiten.

Während anderenorts Kliniken verkleinert oder geschlossen werden, ist aus „Fischland“ zur gleichen Zeit eine leistungsfähige Behandlungsstätte modernen Standards für Patienten und deren Eltern geworden. Ein kluger Entschluss war es zudem, diesen Ort zum Zentrum landesweiter fachlicher Fortbildungen zu entwickeln.

So trafen sich am 19. und 20. November 2005 Ärzte, Therapeuten mit Patienten und deren Angehörigen zum siebten Wochenendseminar im „Mukoviszidosezentrum Mecklenburg-Vorpommern“. Aus der Menge der insgesamt hochwertigen Referate seien exemplarisch nur vier herausgegriffen:

  1. Wird die Diagnose gestellt, so bedeutet dies keineswegs die „Verurteilung“ des Patienten, sondern den Beginn eines langzeitigen Zusammengehens von Patient und Behandlern mit dem Ziel einer vertrauensvollen Partnerschaft. Der mündige Patient und seine ebenso mündigen Eltern sind Voraussetzung, um dieses Ziel zu erreichen.
  2. Kinderwunsch bei Mukoviszidose ist kein exotisches Verlangen und schon lange kein Tabu mehr. Die vorgeburtliche Diagnostik schafft Gewissheit, die fachärztliche Betreuung der Schwangeren gibt Sicherheit und Zeitpunkt wie Ablauf der Geburt sind planbar. Welch eine positive Entwicklung der vergangenen zwanzig Jahre!
  3. Das Wissen um die Möglichkeiten der Atemtherapie im Alltag ist mangelhaft. Atemtechniken durch Schulung zu erlernen, um sie bewusst und nach Notwendigkeit einzusetzen, sollte ein Thema des nächsten Treffens sein, und zwar für Kind, Mutter und Vater gemeinsam.
  4. Probiotische Ernährung ist mehr als ein Modewort, sonders bedeutet die Verwendung gesundheitsfördernder und krankheitsvorbeugender Lebensmittel im Alltag. Hierzu gehören in erster Linie unter Einsatz bestimmter Milchsäurebakterien hergestellte Milchprodukte, aber auch vielerlei landläufige Gemüse; nur frisch müssen sie sein, also einheimische Erzeugnisse der Jahreszeit. Hier ist – auch als Vitaminlieferant im Winter – der Grünkohl König.

Schlussbemerkung: Begeistert machten sich die Gäste des gemeinsamen Abendsessen über den Grünkohl her. In Windeseile und restlos ward er vertilgt.
Erfolgreicher kann eine Tagung nicht abschließen.

Prof Dr. med. D. Kaiser
Pforzheim- Würm

 

Geplant war das Seminar für 105 Betroffene , tatsächlich Teilnehmer zahl war 140, daher sind Kosten von ca. 1.000,00€ mehr entstanden

Das Seminar war für die Veranstalter ein Erfolg, da sich über 140 Personen bei uns angemeldet haben und das von Frau Dr. Hein erarbeitete Programm sehr gut angenommen wurde. Aus den Erfahrungen heraus sollten es nicht mehr als 140 werden, da Eltern und Betroffenen sich bei noch größeren Teilnehmerzahlen nicht in die Diskussion einschalten und keine Fragen stellen. Dieses Seminar lebt auch davon das Eltern, Betroffene und Behandler über die Vorträge diskutieren und Erfahrungen austauschen. Wir können auch feststellen dass das Interesse an medizinisches Wissen immer mehr zunimmt und die Behandlung ernster genommen wird.
Es waren erstmals auch sehr viele junge Betroffene mit ihren Partner anwesend und haben die Vorträge über die  Rentenversicherung und ich bekomme ein Baby sich mit Interesse angehört.
Das Seminar 2006 soll vom 24 bis 26.112006 stattfinden.

7. Wochenendseminar in Wustrow 2005

Es ward mal wieder November und die Regio-Gruppe Mecklenburg-Vorpommern lud zum jährlichen Wochenendseminar nach Wustrow. Durch Erzählungen war dies sogar bis zu uns nach Lübeck vorgedrungen und so folgten wir dem Ruf, packten unsere sieben Sachen, überluden unseren Wagen und fuhren durchs größte Schneegestöber an wohl Fischlands einzigen Starenkasten vorbei Richtung Wustrow.
Angekommen in Wustrow, wurden wir in einem Hotel in Ahrenshoop untergebracht, dem Kampen der Ostsee  - so heißt es in den Reiseführern.
Der Tagungsort des Seminars war allerdings die Ostseekurklinik Fischland - ca. 10 Fahrminuten vom gemütlichen Hotel entfernt, welche uns mit leckerem Mittagessen und schönen hellen Tagungsräumen versorgte.
Pünktlich um 9 Uhr am Samstag konnte der erste Vortrag  mit einer Begrüßung der anwesenden Gäste, Ärzte und Referenten beginnen.
Nach 3 Vorträgen kam dann die erste Kaffeepause, in der man sich bei den Ausstellern prima mit Nahrungsmitteln, neuesten Informationen zu den Inhaliergeräten, Notizblöcken oder Bildmaterial eindecken konnte. Zwei Vorträge später ging es dann Mittagessen. Danach hatten wir 2 Stunden, wo wir Sauerstoff und das salzhaltige Aerosol der Ostsee bei strahlendem Sonnenschein auftanken konnten.
Gegen 15.00 Uhr widmeten wir uns wieder den interessanten Vorträgen.
Durch die vielen Fachvorträge hatten wir am Samstagabend genug Stoff um über das gehörte zu diskutieren und den Abend bei einem köstlichen Büffet mit Musik ausklingen zu lassen.
Der Sonntagmorgen war hart, da um 8 Uhr schon das Frühstück und um 9 Uhr der erste Referent auf uns wartete. Aber pflichtbewusst haben wir diese Termine selbstverständlich wahrgenommen.
Sonntagmittag kletterten wir dann alle voller Input in unser Mobil und fuhren gepackt  mit Diskussionsstoff in Richtung Westen.

Fam. Schroll
Lübeck